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24.07.2020 12:11 Alter: 16 days
Kategorie: Aktuelles
Von: MMag. Gabriele Goldgruber

(Allg) Eckpunkte Training und Wettkampf SARS-CoV-2


Liebe Landesverbände,
liebe SpartenleiterInnen,                                                                  

Aufgrund der vielen bis dato stattgefundenen Lockerungsmaßnahmen und Verordnungen herrscht teilweise noch immer ein wenig Unklarheit über die rechtlich gültige Umsetzung von Training und Wettbewerb im Rollsport.

Im Folgenden möchten wir nun die wichtigsten Eckpunkte zum besseren Verständnis noch einmal aufgreifen:

Als erste Maßnahme muss man hinsichtlich Breitensport und Spitzensport unterscheiden!

Alle die sich in der höchsten Spielklasse befinden, gelten als SpitzensportlerInnen (!!). Training im Spitzensport ist nur mit Arzt/Ärztin, welche/r im Vorfeld ein Konzept erstellt hat und dieses auch laufend überwacht, erlaubt. Zudem müssen Testungen vor dem erstmaligen Training und vor Wettkämpfen stattfinden.

§8 Sport:

„Bei der Ausübung von Mannschaftssport oder Sportarten, bei deren sportartspezifischer Ausübung es zu Körperkontakt kommt, durch Spitzensportler gemäß § 3 Z 6 BSFG 2017, auch aus dem Bereich des Behindertensports, ist vom verantwortlichen Arzt ein dem Stand der Wissenschaft entsprechendes COVID-19-Präventionskonzept zur Minimierung des Infektionsrisikos auszuarbeiten und dessen Einhaltung laufend zu kontrollieren. Vor erstmaliger Aufnahme des Trainings- und Wettkampfbetriebes ist durch molekularbiologische Testung nachzuweisen, dass die Sportler SARS-CoV-2 negativ sind. Bei Bekanntwerden einer SARS-CoV-2-Infektion bei einem Sportler, Betreuer oder Trainer sind in den folgenden 14 Tagen nach Bekanntwerden der Infektion vor jedem Wettkampf alle Sportler, alle Betreuer und Trainer einer molekularbiologischen Testung auf das Vorliegen von SARS-CoV-2 zu unterziehen.“

Kommt es bei einem/r SpitzensportlerIn zu einer positiven Corona-Testung, erfolgt die Selbstisolation, diese darf aber für Training/ Wettkampf unterbrochen werden. Voraussetzung ist die Begleitung eines/r Arztes/Ärztin, Testungen vor Training, Bewerben etc.).

Im Breitensport kommt es bei einem positiv getesteten Corona Fall zu einer 14 tägigen Quarantäne. Im Mannschaftssport bedeutet dies so gut wie immer, dass die ganze Mannschaft und all jene die in Kontakt mit der betroffenen Person waren in Quarantäne gehen müssen. Für das Training bei Sportarten mit Körperkontakt ist vom Verein oder Betreiber/in der Sportstätte ein Covid Präventionskonzept auszuarbeiten bzw. umzusetzen.

„Bei der Sportausübung muss kein Mindestabstand mehr eingehalten werden. Ein Mund-Nasen-Schutz ist bei der Sportausübung ebenso nicht notwendig. Wenn es bei Sportarten bei sportartspezifischer Ausübung zu Körperkontakt kommt – das ist bei den meisten Formen von Mannschafts- und Kampfsportarten der Fall – ist vom Verein oder vom Betreiber der Sportstätte ein COVID-19-Präventionskonzept auszuarbeiten bzw. umzusetzen.“

Weitere Handlungsempfehlung unter:

https://www.sportaustria.at/de/schwerpunkte/mitgliederservice/informationen-zum-coronavirus/handlungsempfehlungen-fuer-sportvereine-und-sportstaettenbetreiber/

Im Moment wird gerade versucht Verordnungen dahingehend zu ändern, wer im Verband als Profi bzw. Amateure gilt. Eine diesbezüglich neue Verordnung wird wahrscheinlich in den nächsten 1-2 Wochen herauskommen. SpitzensportlerInnen mit den „strengeren Coroana Maßnahmen“ wären demnach Profis, welche mit dem Sport auch ihr Geld verdienen. AmateurInnen würden in den Breitensportbereich fallen.

Hinsichtlich Veranstaltungen ist noch folgendes erwähnenswert: Bei Veranstaltungen über 100 Personen muss es eine/n Covid Beauftragte/n geben sowie ein Covid Präventionskonzept. Eine Überprüfung des Konzepts durch die Sport Austria ist nicht notwendig. Allerdings überprüft die Bezirksverwaltungsbehörde stichprobenartig.

Bei Unklarheiten oder weiterführenden Fragen bitte einfach um Kontaktaufnahme!

Wir sind sehr bemüht euch weiter zu helfen!


Friday, July 24. 2020